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Digitales Muster 10/10a

 

Der Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) ist mit Wirkung zum 01.07.2017 dahingehend ergänzt worden, dass die Verwendung digitaler Vordrucke in der vertragsärztlichen Versorgung erlaubt ist. In der Praxis bedeutet dies, dass die genutzten Muster 10 und Muster 10a Formulare zukünftig auch digital signiert und elektronisch übermittelt werden dürfen. Eine Verpflichtung zur Nutzung der digitalen Signatur besteht für den Einsender nicht. Die qualifizierte elektronische Signatur (QES) erfolgt unter Nutzung des elektronischen Heilberufsausweises (eHBA).

Damit ist der Einsender eindeutig identifizierbar. Für die Übermittlung der digitalen Vordrucke kann ein Dienst genutzt werden, der über die sog. Telematik-Infrastruktur (TI) erreichbar ist. In der Telematik-Infrastruktur werden alle Aktuere des Gesundheitswesens in einem gesicherten Netzwerk miteinander verbunden. Übergangsweise ist für einen Zeitraum bis zum 31.12.2018 die Nutzung gleichwertiger Dienste wie z.B. „KV-Connect“ und auch die in dem von amedes eingesetzten Order Entry System ix.connect® integrierte Datenübermittlung zulässig.

Voraussetzungen

Um die digitale Signatur nutzen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Heilberufsausweis (eHBA)
    Für jeden behandelnden Arzt  (Auftragsersteller) muss ein eHBA beantragt werden bzw. vorliegen. Die Antragstellung erfolgt über die jeweils zuständige Ärztekammer.
    Die Kosten betragen momentan 7,90 € inkl. MwSt. pro Monat.
  • Zertifizierter Signaturkartenleser
    Für die Signatur wird ein zertifiziertes Signaturkarten-Lesegerät benötigt, welches über eine eigene Tastatur zur sicheren PIN-Eingabe verfügt. (z.B. CHERRY ST-2000; Preis: ab 40,00 € zzgl. MwSt.)
  • Sicherer Übertragungsweg (KO-Connect/TI)
    Perspektivisch wird die Übermittlung der digitalen Muster über die Dienste der Telematik-Infrastruktur (TI) möglich sein. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch keine Zugangsrouter (Konnektoren) für die TI am Markt erhältlich. Ersatzweise ist die Übermittlung per SNK (ehemals „KV-Safenet“) über den zugehörigen Kommunika­tionsdienst „KV-Connect“ möglich. Voraussetzung ist in diesem Fall ein Zugang zum SNK sowie die Buchung des Zusatzdienstes „KV-Connect“. Sowohl der Zugang zur TI, als auch zum SNK sind mit Anschaffungskosten für die erforderliche Hardware sowie monatlichen Betriebs­kosten verbunden. Zur Teilnahme an der Telematik Infrastruktur (TI) haben sich KBV und GKV Spitzenverband auf eine Refinanzierung geeinigt, die einen Großteil der Anschaffungs- und Betriebskosten decken soll. Genaue Informationen sind auf der Internetseite der KBV zu finden. Informationen zur Einrichtung von TI- und SNK-Anschlüssen erhalten sie bei den jeweiligen Dienstanbietern bzw. beim Softwarehersteller ihres Arztinformationssystems (AIS). Diese führen auch die technischen Installationen durch.
  • Signatur-Software
    Für die Signatur der Muster 10 und 10a Vordrucke im PDF/A-Format wird eine zertifizierte Signatursoftwarekomponente benötigt. Diese wird in der Regel vom Softwaresystem vorgegeben bzw. mitgeliefert, welches die digitalen Muster 10 und 10a Formulare generiert. Aufgrund der erforderlichen Zertifizierung kann auch dieses Zusatzmodul je nach Softwarehersteller ggf. kostenpflichtig sein.
    Aktuell verfügbare Signaturkomponenten werden zum Einzelpreis ab ca. 80,00 € zzgl. MwSt. angeboten.
  • Zertifiziertes Arzt-Informations-System (AIS) oder Order Entry Programm (OE)
    Das von der Praxis für digitale Signatur verwendete  AIS oder OE-Programm muss von der KBV für die Erstellung „digitaler Muster“ zertifiziert sein.

 

 

Prozess der Auftragserstellung – was ändert sich?

Der bisherige Prozess der Auftragsanlage und -freigabe in der ärztlichen Praxis bleibt innerhalb der bis dato bekannten Abläufe unverändert. Zukünftig kann jedoch auf den Ausdruck von Muster 10 und 10a verzichtet werden.

Auf den Ausdruck von IGEL- oder Aufklärungsformularen kann auch in Zukunft nicht verzichtet werden, da diese dem Patienten übergeben und von ihm auch unterzeichnet werden müssen.

Die digitalen Vordrucke werden innerhalb der verwendeten Systeme automatisch als PDF/A-Dokumente generiert und für die QES (qualifizierte elektronische Signatur) bereitgestellt.
Die Durchführung der digitalen Signatur kann vom Anwender für jeden Vordruck einzeln oder als Stapelsignatur für bis zu 254 digitale Vordrucke in einem Signaturvorgang erfolgen. Ersatzweise zur bisherigen Unterschrift ist eine PIN-Eingabe erforderlich.

Hier können Sie das Informationsblatt herunterladen:

 

Informationsblatt "Digitales Muster 10/10a"