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Neues Kompetenzlabor für seltene Erkrankungen & Rückgrat der SARS-CoV-2-Diagnostik: Hamburgs Bürgermeister Tschentscher besucht aescuLabor Hamburg

Datum: 20.04.2021

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, hat heute das aescuLabor Hamburg besucht. Im Mittelpunkt des Besuchs stand neben der aktuellen Testsituation in der Coronavirus-Pandemie auch das Thema seltene Erkrankungen. Das aescuLaborwurde zwischen Dezember 2020 und April 2021 zu einem bundesweit tätigen Kompetenzlabor für seltene Erkrankungen ausgebaut und schließt damit eine Lücke in der Versorgung von Menschen mit seltenen Erkrankungen. Das aescuLabor hat bereits im Januar 2020 als eines der ersten privaten Labore bundesweit eine PCR-Diagnostik für SARS-CoV-2 aufgebaut. Mit der seit Januar 2021 etablierten Mutationsdiagnostik leistet das Labor einen wichtigen Beitrag zur Erkennung und Überwachung zirkulierender Virusmutationen. Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, hat sich heute bei einem Besuch im aescuLabor Hamburg über die aktuelle Situation der Labore in der Pandemie informiert. Im Gespräch mit Wolf Frederic Kupatt, CEO der amedes-Gruppe, und Prof. Dr. Christoph Keck, Leiter aescuLabor, stand neben der akuten Pandemiebekämpfung auch die Versorgung von Menschen mit seltenen Erkrankungen mit spezialdiagnostischen Laborleistungen im Mittelpunkt. Eine frühe Diagnose ist gerade bei diesen Erkrankungen entscheidend, denn für eine Reihe von ihnen gibt es bei rechtzeitiger Erkennung inzwischen gute Behandlungsmöglichkeiten.Bürgermeister Tschentscher sagte: „Die Labormedizin ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Pandemiebekämpfung. Allein die Hamburger Labore führen 80.000 bis 100.000 PCR-Tests pro Woche durch, um Corona-Infektionen mit hoher Zuverlässigkeit nachzuweisen und Schnelltestergebnisse zu kontrollieren. Wie bei COVID-19 hat die Labormedizin auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen eine zentrale Aufgabe in der Diagnostik sowie in der Kontrolle der Therapie und des Krankheitsverlaufs. Das aescuLabor hat einen Schwerpunkt in der Diagnostik seltener Erkrankungen und trägt mit seiner Arbeit zur guten medizinischen Versorgung in Hamburg bei.“.Wolf Kupatt ergänzte: „Das aescuLabor hat bereits im Januar 2020 als eines der ersten Labore Deutschlands die Infrastruktur für die SARS-CoV-2-Diagnostik aufgebaut. Auch in diesem Jahr war das aescuLabor einer der Vorreiter in der Etablierung einer mutationsgenetischen Überwachungsdiagnostik. Diese Schnelligkeit und Agilität kommen nicht von ungefähr, sondern basieren auf dem engen fachlichen Austausch mit der Universitätsmedizin, einem starken bundesweiten Netzwerk und der in diesem Verbund vorhandenen breiten Expertise. Diese fachgruppen- und standortübergreifende Zusammenarbeit ist nun auch entscheidend beim Auf- und Ausbau unseres Angebots für spezialdiagnostische Leistungen für seltene Erkrankungen mit dem aescuLabor im Zentrum.“ Komplette Bandbreite diagnostischer Methoden für seltene ErkrankungenMit dem zwischen Dezember 2020 und März 2021 erfolgten Ausbau des Hamburger aescuLabors zu einem bundesweit tätigen Kompetenzlabor für seltene Erkrankungen schließt die amedes-Gruppe eine Lücke in der Versorgung. Menschen mit chronischen, seltenen Erkrankungen leiden oft viele Jahre oder sogar Jahrzehnte, bis eine Diagnose gestellt wird. Durch die oftmals nicht eindeutige und überlappende Symptomatik mit anderen Erkrankungen sind viele dieser seltenen Erkrankungen „verschleiert“ und nur schwer für die behandelnden Ärzte zu erkennen. Auch wenn es in Deutschland eine gute bundesweite Laborversorgung gibt, werden die benötigten Labortests zum Teil nur an wenigen Standorten und mit unterschiedlicher Verfügbarkeit angeboten. Oftmals müssen Ärzte hier Probenmaterial zu mehreren Laboren einsenden, was vor allem wichtige Zeit und Verzögerung im Therapiestart bedeutet.„Innovative Labordiagnostik mit einem umfassenden Angebot an Stufendiagnostik ist keine ‚One-Man-Show‘ des aescuLabors allein, sondern bezieht die gesamte Breite unseres diagnostischen und therapeutischen Netzwerks ein“, sagte Prof. Dr. med. Christoph Keck, Leiter aescuLabor. „Zum einen arbeiten wir eng mit unserem Wiener Partnerlabor, ARCHIMEDlife, zusammen, das seit vielen Jahren auf die Diagnostik seltener Erkrankungen spezialisiert ist und zahlreiche Testverfahren selbst neuentwickelt hat. Zum anderen sind wir in einem stetigen Austausch mit unserem Genetik-Labor in Hannover, das Verdachtsdiagnosen mittels molekularbiologischer Tests letztlich bestätigen und eine korrekte Diagnose absichern kann. Das aescuLabor fungiert in diesem Prozess auch als Hub – also als Anlauf- und Koordinationszentrum.“ Aber auch das aescuLabor selbst deckt dabei ein breites Spektrum biochemischer Testverfahren ab. Achtzig Prozent der seltenen Erkrankungen sind genetischen Ursprungs und lassen sich mit moderner Diagnostik zuverlässig erkennen. „Entscheidend ist, dass Ärzte bei der Differentialdiagnose die Möglichkeit einer seltenen Erkrankung berücksichtigen“, so Prof. Keck. „Enzymtests via Trockenblutkarte bieten eine einfache und für die Patienten schonende Möglichkeit, eine große Bandbreite seltener Erkrankungen in der Diagnostik abzudecken.“ Bei einem Trockenbluttest wird ein Tropfen Blut aus der Fingerkuppe auf eine Karte – ähnlich einem Löschpapier – geträufelt. Die Probenentnahme lässt sich in der Arztpraxis einfach durchführen. Diagnostikleistungen via Trockenbluttest sind über die gesetzlichen Krankenkassen abrechenbar.Erkrankungen gelten als selten, wenn weniger als eine Person unter 2.000 Menschen daran leiden. In der Summe sind seltene Erkrankungen aber nicht selten. Schätzungsweise bis zu vier Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer von rund 6.000 bis 8.000 seltenen Erkrankungen. Weitere Informationen zum diagnostischen Leistungsspektrums des aescuLabors im Bereich seltene Erkrankungen finden Sie hier: www.amedes-selteneerkrankungen.de