Cushing, M.

Ethiologie

I.   (meist) exogen: iatrogenes Cushing -S. bei zu hoher Dosierung von Glukokortikoiden oder ACTH (z. B. Tetracosactid)

II.   endogen:

1.   hypophysär-hypothalam. mit bilateraler Hyperplasie der Nebennierenrinde (Abk. NNR): ca. zwei Drittel aller endogen bedingten Cushing-S.; bei Frauen 4–5-mal häufiger als bei Männern; meist 30.–50. Lebensjahr

 

a)  Störung der Regulation des Hypothalamus-Hypophysen-Systems mit Erhöhung der ACTH-Sekretion

b) ACTH-produzierender Tumor des Hypophysenvorderlappens (ABK. HVL), sog. Morbus Cushing

2.  adrenal durch ein primäres NNR-Adenom od. -Karzinom (sog. autonome Tumoren der NNR)

3.  paraneoplast. durch ACTH- u. CRH-bildenden Tumor (z. B. kleinzelliges Bronchialkarzinom)

 

Klinik

Vollmondgesicht, Stammfettsucht, sog. Büffelhöcker des Nackens, Hirsutismus, arterielle Hypertonie (in 90 %), Lympho- u. Eosinopenie, blaurote Striae, Osteoporose, Muskelschwäche, herabgesetzte Glukosetoleranz, bei Kindern Wachstumshemmung; bei Frauen häufig Amenorrhö, bei Männern Potenzstörung