Diabetes insipidus

Bestimmung von ADH:

Erniedrigte Werte bei zentralem Diabetes insipidus. Jedoch ist für die Diagnostik des Diabetes insipidus eine einmalige Bestimmung wenig aussagekräftig. Ausschlaggebend ist die Hormonbestimmung im Durstversuch, wo entweder keine Erhöhung (kompletter zentraler Diabetes insipidus) oder nur ein flacher Anstieg des Serumspiegels gefunden wird. Die basalen ADH-Konzentrationen liegen häufig unter der Nachweisgrenze von 0,6 ng/l. Eine meßbare ADH-Ausschüttung erfolgt im allgemeinen erst bei einer Serumosmolalität von mehr als 292 mOsmol/kg. Nach Ausschluß eines Diabetes mellitus empfiehlt sich daher, zur Differenzierung einer Polyurie (Neurogener Diabetes insipidus, renaler Diabetes insipidus, primäre Polydipsie) die Bestimmung des ADH sowie der Plasma- und Harnosmolalität nach einer 12-stündigen Durstperiode durchzuführen.