Rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis (syn. chronische Polyarthritis) ist die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke.

Klinik:

Der Krankheitsbeginn ist oft plötzlich, mit Schmerzen in den kleinen Finger- oder Zehengelenken. Es können auch andere Gelenke betroffen sein, insbesondere Hand-, Knie-, Schulter, Fuß-, Hüftgelenke. Typischer Befall: Handwurzelknochen, Fingergrundgelenke, (Metacarpophalangealgelenk) und proximale Interphalangealgelenke (PIP)

Die Finger- und Zehenendgelenke (distale Interphalangealgelenke, DIP) sind, im Gegensatz zu Gicht, nicht betroffen.

Die betroffenen Gelenke schwellen an und sind überwärmt und gerötet. Eine symmetrische Synovitis der stammfernen Gelenke ist typisch aber nicht zwingend. Morgens sind diese Symptome zumeist am stärksten ausgeprägt (Morgensteifigkeit. Im Krankheitsverlauf werden immer mehr Gelenke befallen.

Meist schubweiser Verlauf der Krankheit. Schubdauer: einige Wochen bis Monate; zwischen den einzelnen Schüben lassen die Beschwerden nach.

Sonderformen: Felty-Syndrom, Caplan-Syndrom, Juvenile idiopathische Arthritis.

Prävalenz: 0,5 u. 1,0 %

Inzidenz: 1 Erkrankungsfall je 2000 Einwohner, Manifestationsgipfel im 4. Lebensjahrzehnt, w : m = 3 : 1

Prognose: unvorhersehbarer Verlauf, meist chronisch-progredient, oft mit ausgeprägten Schüben, selten Totalremission; in 10–15 % maligner Verlauf mit rascher Invalidität; relatives Mortalitätsrisiko ca. 3 %.